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🗓️ TAG 2: Verstärkung & Bestrafung – Das Kontingenzschema verstehen

**Titelbild „Was verstärkt Verhalten – was bremst es?“** Du stehst oder sitzt rechts, diesmal leicht seitlich und mit offenem Blick zur Grafik. Links groß vier Symbole: **➕ hinzufügen | ➖ wegnehmen | ⬆ Verhalten nimmt zu | ⬇ Verhalten nimmt ab**. Bildunterschrift: > **Entscheidend ist nicht nur, was passiert – sondern auch, ob ein Verhalten dadurch häufiger oder seltener wird.**

📖 Lektion 2.1: Die 4 Arten der Verhaltenssteuerung

Um Verhalten zu beeinflussen, unterscheidet die Psychologie vier Stellschrauben (das Kontingenzschema). „Positiv“ bedeutet hier „etwas hinzufügen“, „Negativ“ bedeutet „etwas wegnehmen“:

**Große Grafik „Die 4 Arten auf einen Blick“** Vier Felder mit kleinen Alltagsszenen: **Positive Verstärkung** – Lob/positive Aufmerksamkeit kommt hinzu. **Negative Verstärkung** – etwas Unangenehmes fällt weg. **Positive Bestrafung** – etwas Unangenehmes kommt hinzu. **Negative Bestrafung** – etwas Angenehmes wird entzogen. In der Mitte oder rechts du als Coach. Unten: > **Verstärkung macht Verhalten wahrscheinlicher. Bestrafung soll Verhalten unwahrscheinlicher machen.**

bevor wie zur Lektion 2.2 kommen!

### ???? MERKE > **„Positiv“ und „negativ“ bedeuten hier nicht „gut“ und „schlecht“.** > > ➕ **Positiv = Etwas wird hinzugefügt.** > ➖ **Negativ = Etwas wird weggenommen.** > > Erst danach schauen wir darauf, was mit dem Verhalten passiert: > > ⬆️ **Verstärkung = Verhalten wird wahrscheinlicher.** > ⬇️ **Bestrafung = Verhalten wird unwahrscheinlicher.** > > **Zwei Fragen helfen:** > **Was verändert sich in der Situation? → Was passiert anschließend mit dem Verhalten?**

📖 Lektion 2.2: Wichtige Regeln für Konsequenzen (Schwerpunkt Martin Cunow)

Konsequenzen funktionieren nur unter zwei zentralen Bedingungen:

  • Unmittelbarkeit (Zeitliche Nähe): Je schneller die Konsequenz auf das Verhalten folgt, desto besser kann das Kind den Zusammenhang verstehen. Eine Strafe „erst am Wochenende“ bringt bei jüngeren Kindern keinen Lerneffekt.
  • Logischer Zusammenhang: Die Konsequenz sollte zur Situation passen und niemals als persönliche Entwertung oder Liebesentzug eingesetzt werden.

✍️ PRAXIS-AUFGABEN FÜR TAG 2

🔍 Aufgabe 1: Übung „Kontingenzschema im Alltag“
Ordne 4 Alltagssituationen zu: Handelt es sich um Positive Verstärkung, Negative Verstärkung, Positive Bestrafung oder Negativen Entzug?

🎭 Aufgabe 2: Rollenwechsel „Verzögerte Strafe“
Schreibe 2 Sätze auf: Warum versteht ein 4-jähriges Kind eine Ankündigung wie „Wenn du jetzt nicht hörst, fahren wir am Sonntag nicht zu Oma“ meist nicht?

🧘 Aufgabe 3: Der „Lob-Fokus“ im Alltags-Test
Versuche heute, Erziehung primär über Positive Verstärkung (Aufmerksamkeit für Gutes) statt über Schimpfen zu gestalten. Halte deine Beobachtung stichpunktartig fest.

**???? MERKE** Eine Konsequenz wirkt nicht deshalb, weil sie „streng“ ist. Sie wirkt dann am ehesten, wenn sie **verständlich, zeitnah und passend zur Situation** ist. **Klar bleiben. Zusammenhang schaffen. Beziehung erhalten.**
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